Mein Wirken

Viele Menschen fragen mich, wie eine Sitzung bei mir abläuft und welche Methoden ich verwende. Eine absolute Antwort darauf gibt es nicht: In den letzten 15 Jahren habe ich zahlreiche Weiterbildungen besucht und vielfältige Techniken kennengelernt.

Mein zentraler Ansatz orientiert sich am Bewusstseinskörper, auch als Leib bezeichnet. Dabei steht die Verbindung von Körperwahrnehmung und Bewusstsein im Vordergrund. Ich verstehe den Körper als Einheit von physischen Empfindungen und Bewusstsein, die zusammen das Erleben und die Verarbeitung von Erfahrungen beeinflussen.


Arbeit mit dem Bewusstseinskörper

Viele Menschen erleben, dass bestimmte Reaktionen oder Emotionen, ausgelöst durch innere oder äußere Reize, stark präsent sind und frühere Erfahrungen widerspiegeln. Ich begleite meine Klient:innen darin, diese inneren Zustände wahrzunehmen, ohne sie verändern oder „heilen“ zu müssen.

Der Bewusstseinskörper ist dabei ein hilfreiches Konzept, um innere Prozesse sichtbar und greifbar zu machen. In Sitzungen erkläre ich ihn oft anhand von Zeichnungen, um das Verständnis zu erleichtern.

Leibarbeit, wie sie z. B. Karlfried Graf Dürckheim beschreibt, ist Beziehung zum Erleben des Menschen in seiner Ganzheit – eine Möglichkeit, das eigene Selbst im Hier und Jetzt bewusster wahrzunehmen.


Bindung, frühe Erfahrungen und innere Muster

Traumatische Erfahrungen entstehen oft in frühen Lebensphasen. Entscheidend sind Qualität und Art der Bindung in den ersten Lebensjahren. Belastende Erfahrungen können sich auf innere Reaktionsmuster auswirken und in manchen Situationen wieder aktiviert werden.

Ich verstehe meine Arbeit als Beziehungsarbeit: Ich begleite Sie darin, innere Zustände zu beobachten, Wahrnehmungen zuzulassen und Strategien zu entwickeln, wie Sie sich selbst im Alltag besser regulieren können.


Ressourcen und neue Erfahrungen

Neue Erfahrungen, die im sicheren Rahmen gemacht werden, können Orientierung und Stabilität im Alltag unterstützen. Dabei geht es nicht um Heilung oder garantierte Veränderungen, sondern um die Möglichkeit, eigene Ressourcen wahrzunehmen, Selbstwahrnehmung zu vertiefen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.

Im therapeutischen Prozess können sich nach und nach Veränderungen im Erleben zeigen – etwa mehr Ruhe im Körper, bewusstere Reaktionen oder die Möglichkeit, sich auf Beziehungen anders einzulassen. Diese Erfahrungen sind individuell und lassen sich nicht erzwingen.

Traumasensible Begleitung

In meiner Arbeit liegt der Fokus darauf, Menschen zu unterstützen, die belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht haben. Ich begleite Sie darin, wahrzunehmen, wie sich vergangene Erlebnisse im Körper und in emotionalen Reaktionen zeigen, und wie diese im Hier und Jetzt erlebt werden.

Dabei kann die Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen, emotionale Zustände und innere Reaktionsmuster gerichtet werden. Der Prozess erfolgt behutsam, ressourcenorientiert und in Ihrem persönlichen Tempo.

Ziel ist es, die eigene Wahrnehmung und das Verständnis für sich selbst zu vertiefen und Wege zu entdecken, wie sich belastende Erfahrungen im Alltag besser einordnen oder regulieren lassen. Veränderungen im Erleben oder im Umgang mit inneren Reaktionen können sich individuell einstellen, sind jedoch nicht garantiert.

Meine Angebote dienen der traumasensiblen Begleitung und Unterstützung. Sie ersetzen keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung und geben keine Garantie für bestimmte Ergebnisse.

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